Samstag, 9. Januar 2016

Ein Hexagon konstruieren



Der Winkel eines Hexagons (regelmäßiges Sechseck) beträgt 60° (Umfang 360°: 6 = 60°). Die Länge des Radius ist zugleich die Länge aller Seiten, also aller sechs Dreiecke aus denen ein Sechseck besteht. 
Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, ein Hexa zu patchen, über die Schablone eines Hexagons oder die eines gleichseitigen Dreiecks. Letzteres hätte den Vorteil einer variantenreichen Musterung.

Beginnen wir also mit der Konstruktion: (Ich habe r = 9 cm gewählt)


Auf einem Stück Karton, Format DIN A 4, ziehen wir oberhalb der unteren Kante eine Linie, und markieren ungefähr in der Mitte einen Punkt A.


Die untere Kante des Dreiecks muss exakt auf der Linie und der Nullpunkt auf dem auf der Linie markierten Punkt liegen. Auf den oberen Schenkeln ist die Gradeinteilung zu sehen. Bei 60° setze ich  einen Punkt B. Nun ziehe ich eine Linie von A bis B und messe von A genau 9 cm ab. Den Punkt nenne ich C. 


Von A messe ich auf der unteren Linie nach links wieder 9 cm und nenne den Punkt D. Damit habe ich mein erstes gleichseitiges Dreieck markiert. Dieses kann ich nun ausschneiden und erhalte somit eine Schablone für meine Hexagon.


Mit dieser Schablone kann ich über die verschieden gemusterten Stoffe gleiten und über meine Komposition nachdenken.



Es lässt sich ebenfalls leicht ein bestimmter Ausschnitt markieren ...





Dann füge ich zwei Dreiecke zusammen.


Aufgepasst, wenn ich ein drittes Dreieck annähe, dann muss die Markierung der Nahtzugabe genau (sogar ganz genau) an die Außenkanten reichen.


Zwei Hälften werden gesondert gepatcht und diese anschließend zusammengefügt. 


Das Ergebnis kann sich sehen lassen.


Eine weitere Möglichkeit, ein komplettes Hexagon zu konstruieren, um diese dann als Schablone zu verwenden, wird mit den folgenden Bildern gezeigt.


Ich lege wieder, wie oben, das Dreieck auf eine Linie und füge eine Mittelsenkrechte hinzu. Der Nullpunkt und die Spitze des Dreiecks müssen haargenau auf dieser Linie liegen.  Bei 60° links und 120° rechts setze ich Markierungspunkte an.


Von den Markierungen ziehe ich nun Linien durch den Mittelpunkt und trage mein Maß ein. Dann verbinde ich die Punkte miteinander und ...


... erhalte mein Hexagon und damit meine Schablone.



Kommentare:

  1. Das liebe ich, du gehst der Sache auf den Grund und kannst es auch noch gut rüberbringen.
    Danke.
    LG este

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut mich, dass es Dir gefällt. Vielleicht sollte ich das als PDF zum Downloaden anbieten...
      Herzlich Ehrenfried

      Löschen
  2. Wäre doch mit Zirkel einfacher gewesen.
    Viele Grüße
    Heike

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Heike,
    ja richtig. Mit Zirkel einfacher. Doch dann benötigst Du einen außerordentlich guten Zirkel. Ein üblicher Schülerzirkel ist untauglich, da er (im Millimeterbereich) zu viel Spiel hat, und Du niemals auf den Punkt kommst.
    Herzlich Ehrenfried

    AntwortenLöschen